Der Bachl Chor – ein zeitgemäßer Chor mit langer Tradition


Der Bachl Chor wurde 1950 als Sing- und Spielgruppe O.Ö. Lehrer gegründet.


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Der Chorgründer Hans Bachl verstand seine Chorgemeinschaft als Vermittler traditioneller und neuer Chormusik und zur Pflege oberösterreichischen Volkstums. Den Chormitgliedern sollten die Basiskenntnisse zum Aufbau eigener Chor- und Volkstumsgruppen in ihren Heimatgemeinden vermittelt werden. Der Erfolg dieser konsequenten Grundlagenarbeit zeigte sich unter anderem in Form von Chorgründungen in Wels, Mauthausen, Ried und anderen Gemeinden.


In den Jahren 1951 und 1952 nahm die Sing- und Spielgruppe an den internationalen Festspielen in Llangollen (England) teil und wurde mit dem 1. und 3. Preis für Volksmusik und Volkstanz ausgezeichnet.


Ein weiteres Anliegen des Chorgründers Hans Bachl war die Repräsentanz des österreichischen Chorwesens im Ausland sowie die Pflege des kulturellen Austauschs mit anderen Nationen.

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Seit 1976 veranstaltet der Bachl Chor alljährlich „Das Adventsingen“ im Brucknerhaus Linz. Tradition haben auch das Weihnachtssingen „Immer, wenn es Weihnacht wird“ in der Stadtpfarrkirche sowie das Passionssingen in der Ursulinenkirche.


Die Konzertreisen in den nächsten Jahren führten nach Frankreich, in die Schweiz, die Niederlande, nach Deutschland und Südtirol, sowie zum internationalen Volksmusikkongress nach Oslo und nach Lahti (Finnland). In der Folge fanden Volkstumstreffen mit Gruppen aus Finnland, Frankreich, Korsika und Jugoslawien in Linz statt, die den kulturellen Austausch zwischen den Nationen vertieften.


Das Grundanliegen des internationalen Austauschs findet in Form zahlreicher Konzertreisen unter der Leitung von Harald Pill nach dem Tod Hans Bachls seine erfolgreiche Fortsetzung.


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Hans Bachl

(1917-1985)

Hans Bachl gründete im Herbst des Jahres 1950 die Singschule der Stadt Linz und die Sing- und Spielgruppe OÖ Lehrer – den heutigen Bachl Chor. Außerdem war er von 1959 an Chorleiter der Florianer Sängerknaben. Durch seine „Multiplikatorenarbeit“ und Weitergabe heimischer musikalischer Kulturformen erzielte Hans Bachl eine Breitenwirkung, die sich über das ganze Land Oberösterreich erstreckte.

Für seine vielfältigen Verdienste um die Musikkultur in Oberösterreich wurde Hans Bachl 1967 der Professorentitel verliehen.

Harald Pill

Harald Pill wurde von seinem Vorgänger und Gründer des Chores, Prof. Hans Bachl, schon sehr früh musikalisch gefördert. Die so entstandene Liebe zur Chormusik führte Harald Pill an die Hochschule Mozarteum Salzburg.


1985 übernahm Harald Pill die von Hans Bachl als
„Sing- und Spielgruppe OÖ Lehrer“ 1950 gegründete Chorgemeinschaft
und nannte sie zu Ehren des verstorbenen Gründers
von nun an Bachl Chor.

Das musikalische Erbe baut Harald Pill im Sinne seines Lehrers konsequent und mit höchstem Qualitätsanspruch aus.

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Harald Pill über Musik

Musik ist alles, alles was uns auf dieser Welt begegnet: Freude, Schmerz, Heiterkeit oder tief empfundene Trauer. Die allumfassende Liebe und die ewige Harmonie finden Ausdruck in den Schwingungen der Musik.

Ein Mensch wird auch als Person bezeichnet. Das lateinische Wort personare bedeutet per: (hin)durch und sonare: klingen. Wir Menschen sind also die wunderbaren Instrumente, die irdische Realitität und vieles darüber hinaus in hörbare Schwingungen verwandeln und dadurch erlebbar machen. Ein Chor, bei dem gute Stimmung herrscht, menschlich und musikalisch, kann homogenen Klang sowie harmonische Stimmung in seiner Musik vermitteln.

Gesang ist Lebensfreude, die sich nicht beschränken lässt, weder durch geographische Grenzen, noch durch sprachliche Barrieren. Die Musik verbindet die Völker, wie wir im Bachl Chor immer wieder auf unseren Konzertreisen beeindruckend erfahren durften, sei es in Australien, Südafrika, China, USA, Brasilien oder Neuseeland.

Noch heute erfüllt mich größte Dankbarkeit, denke ich an meinen Lehrer und Förderer Prof. Hans Bachl. Er ließ mich an einer Gemeinschaft teilhaben, mit der ich Wunderbares erleben durfte. Wo Harmonie und Wohlklang gesunde Schwingungen erzeugen, erschließt sich eine unerschöpfliche Quelle voll Freude und Energie.

Möge weiterhin jede Sängerin und jeder Sänger diese Quelle, die ja für uns alle ständig bereit gehalten wird, in vollen Zügen nützen. Behaltet eure tolle Einstellung zu disziplinierter, harter Probenarbeit. Ihr bereitet als musikalische Botschafter eurer Heimat den Menschen in aller Welt viele wunderbare Momente. Es gibt ein Gesetz der Resonanz: Die Freude, die ihr gebt, wird umso stärker die Freude, die ihr erlebt.